Arbeitslosenversicherung für Freiberufler

Für Freiberufler galt bisher, dass sie von der Arbeitslosenversicherung ausgeschlossen wurden.

Das hatte aber den Nachteil, dass sie eben auch kein Geld bekamen, wenn das Dasein als Freiberufler aus welchen Gründen auch immer beendet werden musste.

Sie wurden ein Fall für die Sozialhilfe, wenn die Gewinne früher oder später aufgebraucht waren und sich nichts Neues für sie aufgetan hatte.

Nun gibt es aber die Möglichkeit, sich freiwillig in der Arbeitslosenversicherung abzusichern und damit die Zeit der Arbeitslosigkeit zumindest in Bezug auf die Finanzen überbrücken zu können.

Die Beiträge werden dafür an die Bundesagentur für Arbeit entrichtet.

Der Gewinn des Freiberuflers bestimmt die Beitragshöhe

Die Höhe der Beiträge richtet sich nach dem Einkommen, das der Freiberufler regelmäßig erbringt, wobei auch hier wieder die Ausgaben von den Einnahmen abgezogen werden und nur der reine Gewinn berücksichtigt wird.

Momentan werden 2,8 Prozent des Einkommens für die Arbeitslosenversicherung abgeführt.

Es werden Mindest- und Höchstgrenzen angesetzt, die identisch mit denen der Rentenversicherung sind. Wird der Freiberufler nun nach nur einem Jahr der Tätigkeit arbeitslos, hat er aber dennoch keinen Anspruch auf Zahlung von Arbeitslosengeld.

Denn das Gesetz sieht vor, dass der Freie für mindestens zwei Jahre lang versichert war und in der Zeit für 360 Tage Beiträge gezahlt hat.

Arbeitslosenversicherung kann für Freiberufler wichtig sein

Die Arbeitslosenversicherung wird von vielen Freiberuflern als weniger wichtig eingestuft, dabei ist sie tatsächlich eine Versicherung, die anderen noch vorgezogen werden sollte.

Vor allem, wer mit seinem Einkommen eine ganze Familie ernähren muss, sollte an die Zeit der eventuellen Arbeitslosigkeit denken und sich absichern.

Für Angestellte gilt, dass sie sich in der Arbeitslosenversicherung pflichtversichern müssen, sie haben gar keine andere Wahl.

Durch die Änderung des Gesetzes wurde nun auch für Freiberufler und Selbstständige die Chance eingeräumt, etwas für die Zeit des geringeren Erfolgs zu tun, wenn man das einmal so ausdrücken möchte.