Beitragskalkulation der privaten Krankenversicherung

Die Höhe der zu zahlenden Beiträge ist direkt davon abhängig, welche Leistungen in der privaten Krankenversicherung vereinbart wurden.
Hier gilt das so genannte Äquivalenzprinzip.

Die Beiträge werden ebenfalls davon beeinflusst, welches Alter der Freiberufler bei Eintritt in die private Krankenversicherung vorweisen kann. Je älter der Antragsteller ist, desto höher werden die Beiträge.

Es wird dabei davon ausgegangen, dass mit steigendem Alter auch umfangreichere Versicherungsleistungen zu erbringen sind.

 

Beitragskalkulation baut auf den Gesundheitszustand bei Versicherungsbeginn auf

Der Gesundheitszustand bei Beginn der Versicherung ist ebenfalls maßgeblich. Er kann die Höhe der Versicherungsprämie direkt beeinflussen.
Wer also gesund und jung ist, kann mit niedrigen Beiträgen rechnen. Dabei gibt es aber noch einen Unterschied im Geschlecht, denn Männer zahlen einen niedrigeren Beitrag als Frauen.

Die Berechnung der Beiträge erfolgt nach bestimmten Grundlagen. Der Rechnungszins darf maximal 3,5 Prozent betragen.

Wichtig sind überdies die Annahmen zur Sterbewahrscheinlichkeit, hierbei wird auf die Ausscheideordnung Bezug genommen.
Es werden Sterbetafeln zu Grunde gelegt, die allerdings vorsichtig anzusetzen sind. Für die Beitragskalkulation werden des Weiteren die so genannten Kopfschäden hinzugezogen.

Dies sind die Leistungen der Versicherung, die pro Jahr und pro Versichertem anfallen. Diese Kosten werden anhand unterschiedlicher Risiken berechnet.#

Da es immer zu Schwankungen kommen kann und auch Fehleinschätzungen möglich sind, wird in die Berechnung ein Sicherheitszuschlag einbezogen. #

Wichtig sind zudem die möglichen Zuschläge, die erhoben werden können und die die Prämie erhöhen. Zu nennen sind dabei Ausschlusskosten oder der Zuschlag, der für die Beitragsrückerstattung erhoben wird.

All diese Punkte bilden die Basis für die Berechnung des Beitrags des Versicherten. Hier ergibt sich aus dem Risikobeitrag und dem Sparbeitrag der Nettobeitrag. Auf diesen wird der Kostenzuschlag aufgerechnet, ebenso der Zuschlag für den Standardtarif sowie der Sicherheitszuschlag. Nun erhält man den Bruttobeitrag.

Ein eventuell nötiger Risikozuschlag, ein Vorsorgezuschlag und ein teilweise nötiger Auslandszuschlag werden aufgerechnet und so entsteht der Beitrag, der für den Versicherten relevant ist.

 

Die Beiträge sollen im Rentenalter nicht weiter steigen

Der Vorsorgezuschlag ist übrigens gesetzlich vorgeschrieben, denn er soll dafür verwendet werden, die Beiträge ab dem 65. Lebensjahr nicht weiter steigen zu lassen.

Mit Eintritt in das Rentenalter soll der Versicherte daher ähnlich hohe Beiträge zahlen und nicht mit Mehrzahlungen belastet werden.

Die Unterschiede in der Beitragshöhe zwischen den Geschlechtern dürfen auch nur gemacht werden, wenn sie sich durch Statistiken begründen lassen und notwendig erscheinen.