Berufshaftpflichtversicherung für Freiberufler

Die Berufshaftpflichtversicherung ist eine der wichtigsten Versicherungen, die ein Freiberufler überhaupt abschließen kann.
Dennoch ist zu bemerken, dass viele gerade an der Stelle sparen und die Versicherung eben nicht abschließen.

Die berufliche Haftpflichtversicherung deckt Schäden finanzieller Art ab, die Personen, Sachen oder das Vermögen von Dritten betreffen.

Mit Vermögensschäden ist zum Beispiel der Verdienstausfall gemeint.

Kommt in den Büroräumen ein Kunde des Freiberuflers zu Schaden, muss ärztlich behandelt werden und kann in Folge des Unfalles einige Zeit nicht erwerbstätig sein, so entsteht ihm ein Vermögensschaden. Er muss auf sein Einkommen verzichten oder bekommt nur das Krankengeld gezahlt.

Freiberufler sollten sich gegen einen Vermögensschaden absichern

Dieser Vermögensschaden wird durch die Berufshaftpflichtversicherung wieder ausgeglichen.

Unverzichtbar ist die Berufshaftpflichtversicherung daher für jeden, der Kunden in seinen eigenen Räumen empfängt oder in seinem Büro technische Ausstattung hat, die, als Beispiel, einem Kunden auf die Füße fallen könnte.

Man denke nur einmal an ein Atelier eines Fotografen oder Grafikers.

Die Freien aus dem Medien- und Kunstbereich schließen daher im Allgemeinen eine Berufshaftpflichtversicherung ab.

Als Alternative zur Berufshaftpflichtversicherung gibt es noch den so genannten Haftungsausschluss, der direkt im Vertrag mit dem Auftraggeber festgehalten werden muss.

Der Freiberufler muss – wenn der Kunde den Vertrag mit dem Haftungsausschluss oder der Haftungsbeschränkung unterschrieben hat – nicht für eventuelle Schäden aufkommen.

Dies ist eine preiswerte Alternative zur Berufshaftpflichtversicherung, vor allem, wenn von Vornherein nicht damit zu rechnen ist, dass es öfter zu Haftungsfällen kommen könnte.

Allgemein gilt, dass vorsätzliche Fehler eben nicht gemacht werden sollten, somit kann der Freiberufler auch nicht dafür haftbar gemacht werden.
Wer natürlich bewusst Texte falsch übersetzt oder das Copyright missachtet, der handelt vorsätzlich und kann haftbar gemacht werden.
Da kann sogar die Berufshaftpflichtversicherung die Zahlung verweigern, wenn festgestellt wird, dass ein Vorsatz vorlag.

Private und berufliche Haftpflicht in einem Versicherungsvertrag

Die Berufshaftpflichtversicherung kann auch in Verbindung mit einer privaten Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden.

Es gibt Anbieter, die ermöglichen es den Versicherten, in die private Versicherung die berufliche Absicherung mit aufzunehmen.

Auch Paketlösungen sind im Angebot. Allerdings sollte sich der Versicherungswillige gut überlegen, ob es sich lohnt, ein solches Paket in Anspruch zu nehmen oder ob die Einzelversicherungen nicht doch günstiger sind.

Auch ist darauf zu achten, dass die Deckungssummen ausreichend hoch angelegt sind, für Personenschäden werden mindestens drei Millionen Euro als Deckungssumme empfohlen.