Berufsrechtsschutz für Freiberufler

Der Freiberufler hat verschiedene Möglichkeiten, eine Berufsrechtsschutzversicherung abzuschließen.

So kann er zum einen nur den Berufs-Rechtsschutz über eine Versicherung abdecken, möglich ist aber auch die kombinierte Rechtsschutzversicherung mit Privat-, Berufs- und Verkehrs-Rechtsschutz.

Mit letzterer erweitert sich der Versicherungsschutz erheblich.

 

Wer ist jeweils bei der Berufsrechtsschutz abgesichert?

Wenn eine reine Berufsrechtsschutzversicherung abgeschlossen wurde, dann ist der Freiberufler selbst versichert.

Dabei erstreckt sich der Schutz durch die Versicherung nur auf die Tätigkeit, die auch im Versicherungsschein genannt ist.

Wenn der Versicherte also einer anderen Tätigkeit nachgeht, ist er hier nicht mehr versichert. Eine Ausnahme ist, wenn er als freier Mitarbeiter oder Angestellter tätig wird, dann besteht der Versicherungsschutz über den Auftraggeber oder Arbeitgeber.

Der Berufs-Rechtsschutz erstreckt sich daher auch auf die Angestellten, die der Freiberufler selbst beschäftigt und auf freie Mitarbeiter, die für ihn tätig werden.

Wurde eine kombinierte Rechtsschutzversicherung mit Privat-, Berufs- und Verkehrs-Rechtsschutz abgeschlossen, so erweitert sich auch der Personenkreis, der hier versichert ist. Es sind nun auch Ehe- oder Lebenspartner und die minderjährigen Kinder, die über die Versicherung geschützt sind.

Dazu können auch volljährige Kinder kommen, sofern diese noch keiner eigenen Erwerbstätigkeit nachgehen und folglich noch kein eigenes Einkommen haben.

Leben die Kinder allerdings selbst in einer Partnerschaft und haben auch hier kein eigenes Einkommen, sind sie nicht über die Rechtsschutzversicherung der Eltern mit abgesichert.

 

Was ist bei der Berufs-Rechtsschutz versichert?

Straf-, Ordnungswidrigkeiten-, Disziplinar- und Standes-, Arbeits-, Sozialgerichts- und Schadenersatz-Rechtsschutz sind über die Berufs-Rechtsschutzversicherung abgesichert.

Weitere Leistungen sind hier nicht erfasst und eine Interessenwahrnehmung findet folglich auch hier nicht statt. Der Versicherungsschutz kann daher auch nicht auf die Teilnahme am Straßenverkehr ausgeweitet werden, selbst wenn der Versicherungsnehmer im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit unterwegs sein sollte und es zu einem Schadens- oder Streitfall kommt.

Bei einer kombinierten Rechtsschutzversicherung mit Privat-, Berufs- und Verkehrs-Rechtsschutz hingegen ist der Versicherungsbereich deutlich umfassender. Ausgeschlossen werden kann hier der Wohnungs- und Grundstücks-Rechtsschutz.

Allerdings fällt die Prämie, die pro Jahr zu zahlen ist, nur geringfügig, wenn dieser Bereich ausgeschlossen wird.

Eine umfassende Versicherung kann daher auch mit Einschluss des genannten Bereichs ohne nennenswerte Mehrkosten abgeschlossen werden.