Kfz-Versicherungen im Vergleich

Ein Freiberufler benötigt nicht unbedingt ein Fahrzeug, um seinen Beruf ausüben zu können. Doch manchmal gehören Dienstfahrten oder Kundenbesuche zum beruflichen Alltag.

In diesem Fall sollte das Auto gut versichert sein.

Dabei handelt es sich um die gleiche KFZ-Versicherung, wie sie von Privatpersonen üblicherweise abgeschlossen wird.

 

Was sind freiberufliche Tätigkeiten?

Freiberufler sind Menschen. die einer wissenschaftlichen, künstlerischen, erzieherischen oder schriftstellerischen Tätigkeiten nachgehen, die nicht unter die Gewerbeordnung fallen. Dazu gehören unter anderem:

  • Medizinische Berufe wie Ärzte, Zahnärzte, Veterinäre, Heilpraktiker, Hebammen sowie Diplom-Psychologen
  • Ingenieure und Architekten
  • Lotsen, Sachverständige und Handelschemiker
  • Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer, Betriebswirte und Steuerberater
  • Journalisten, Dolmetscher
  • Wissenschaftler, Künstler, Schriftsteller und Lehrer

 

Sind Freiberufler Selbständige?

In Deutschland gehören die Freiberufler zur Gruppe der Selbstständigen. Dabei ist die Abgrenzung zum klassischen Gewerbe nicht immer eindeutig zu erkennen. Allerdings muss derjenige, der eine freiberufliche Tätigkeit ausüben will bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Zum Teil sind auch besondere Qualifikationen erforderlich.

Ob eine berufliche Tätigkeit als freiberuflich anerkannt wird, entscheidet das Finanzamt. Wer daher in Erfahrung bringen möchte, ob eine Tätigkeit den Status eines Freiberuflers erfüllt, sollte beim Finanzamt eine verbindliche Auskunft beantragen.

 

Welche Versicherungen sollte ein Freiberufler abschließen?

Die Frage, welche Versicherung ein Freiberufler haben sollte, lässt sich nicht so einfach beantworten. Entscheidend ist, welche Risiken bei dem jeweiligen Berufszweig beziehungsweise bei der beruflichen Spezialisierung bestehen. Daher sollten bei der Ermittlung des Versicherungsbedarfs folgende Fragen geklärt werden:

  • Können bei der Ausübung der Tätigkeit Personen oder Sachen einen Schaden erleiden?
  • Werden für die Tätigkeit Geschäftsräume oder Büros benötigt?
  • Kommen die Kunden in die Geschäftsräume oder muss vor Ort gearbeitet werden

Die meisten Versicherungsgesellschaften bieten im Internet eine kostenlose Versicherungsbedarfsanalyse an, mit der sich die erforderlichen Versicherungen leicht ermitteln lassen.

 

Benötigt ein Freiberufler eine Autoversicherung?

Nicht jeder Freiberufler braucht ein Fahrzeug, um seinen Beruf auszuüben. Doch es gibt Berufe wie Hebamme, Tierärzte, Journalisten oder hauptberufliche Sachverständige, die ein Auto zwingend erforderlich machen. Selbstverständlich muss das Auto dann, unabhängig davon ob es beruflich oder privat genutzt wird, über eine gesetzliche Haftpflichtversicherung verfügen.

 

Unterscheidet sich die Kfz-Haftpflichtversicherung der Freiberufler von denen der Privatpersonen ?

Die PKW-Versicherungen, die Freiberufler abschließen können, sind identisch mit den herkömmlichen klassischen Autoversicherungen. Unterschiede gibt zumindest in Bezug auf die Versicherungsleistung keine.

 

Was ist eine Autohaftpflichtversicherung?

Die Kfz-Haftpflicht ist gesetzlich vorgeschrieben. Ein Auto, das keine Haftpflichtversicherung hat, darf auf deutschen Straßen keinen Meter fahren. Die Haftpflichtversicherung springt immer dann ein, wenn ein Autofahrer einen Unfall verursacht und dadurch einem anderen Schaden zufügt. Damit soll verhindert werden, dass der Geschädigte seine berechtigtem Schadensersatzansprüche auch dann durchsetzen kann, wenn der Unfallverursacher dazu finanziell nicht in der Lage ist, den Schaden zu begleichen. Das ist besonders wichtig, wenn es durch den Unfall zu Personenschäden gekommen ist.

 

Erfasst die Leistung der PKW-Haftpflicht auch Personenschäden?

Erleiden bei einem Autounfall eine oder mehrere Personen einen Schaden, übernimmt die Haftpflichtversicherung alle dadurch anfallenden Kosten. So werden zum Beispiel die Kosten für eine medizinische Behandlung und die vielleicht später erforderlichen Reha-Maßnahmen von der Versicherung übernommen. Das Gleiche gilt für krankheitsbedingte Verdienstausfälle, Schmerzensgeld und Rentenzahlungen. Die Versicherung begleicht allerdings nur die Kosten, die von der Krankenkasse nicht bezahlt werden.

 

Zahlt die Kfz-Versicherung jede Summe?

Die Autohaftpflichtversicherung zahlt nur die Summe (Deckungssumme), die in der Versicherungspolice vereinbart wurde beziehungsweise die Mindestversicherungssumme, zu der sie gesetzlich zur Zahlung verpflichtet ist. Darüber hinausgehende Schadensersatzansprüche muss der Unfallverursacher selbst begleichen. Kann dieser das nicht, bleibt der Geschädigte auf den Kosten sitzen.

 

Wer kommt für eventuelle Bestattungskosten auf?

Sollte eine der beteiligten Person aufgrund des Unfalls versterben, werden die anfallenden Beerdigungskosten von der Haftpflicht bezahlt. Unter Umständen muss der Versicherer den Hinterbliebenen Unterhalt bezahlen. Aber auch hier haftet die Versicherung nur bis zu einer bestimmten Summe.

 

Wie hoch ist die Mindestversicherungssumme?

Die Höhe der Deckungssummen ist gesetzlich vorgeschrieben:

  • Für Personenschäden gibt es bis zu 7,5 Millionen Euro
  • Sachschäden werden bis zu 1,12 Millionen Euro ersetzt
  • Für finanzielle Verluste (Vermögensschäden) werden bis zu 50.000 Euro ausgezahlt

TIPP: Insbesondere bei einem Unfall mit Personenschäden können die Kosten schnell die gesetzliche Mindestsumme überschreiten. Um abgesichert zu sein, empfehlen daher Experten, die Deckungssumme auf mindestens 100 Millionen Euro anzuheben. Die Versicherungsprämie steigt dadurch nur unwesentlich.

 

Welche zusätzlichen Kosten werden ebenfalls von der Autopflichtversicherung getragen?

Wurde beim Unfall ein anderes Fahrzeug als das des Unfallverursachers beschädigt, übernimmt die Haftpflicht alle Kosten, die im Zusammenhang mit dem verursachten Schaden stehen. Dazu zählen unter anderem die Kosten für das Abschleppen des fremden Autos, sofern es nicht mehr fahrtüchtig sein sollte. Ebenso gehen die Wiederherstellungskosten zu Lasten der Versicherung, was auch die Ausgaben für einen Mietwagen während der Reparatur, dem sogenannten Nutzungsausfall, beinhaltet. Anders sieht es aus, wenn sich bei dem gegnerischen Auto aus technischen oder rein wirtschaftlichen Gründen eine Reparatur nicht mehr lohnt. In diesem Fall wird über die Haftpflichtversicherung der Wiederbeschaffungswert des Fahrzeugs erstattet.

Wiederbeschaffungswert bedeutet, dass die Versicherung den Zeitwert des verunfallten Autos ersetzt. Das muss nicht zwangsläufig ein Neuwagen sein. Der entsprechende Zeitwert wird in der Regel von einem ein Sachverständigen beziehungsweise einem Gutachter der Versicherungsgesellschaft ermittelt. Die dadurch entstehenden zusätzlichen Kosten zahlt die Versicherung

 

Berücksichtigt die Haftpflicht auch das Fahrzeug des Unfallverursachers?

Der PKW das Unfallverursachers wird von dem Leistungspaket der normalen Haftpflichtversicherung nicht berücksichtigt. Es sei denn es wurde eine zusätzliche Teilkasko oder Vollkaskoversicherung abgeschlossen.

TIPP: Vor allem als Freiberufler, der das Auto nicht nur zur Fahrt zum Arbeitsplatz verwendet, sondern bei dem das Fahrzeug zwangsläufig einen bedeutenden Faktor im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit darstellt, kann ein Unfall verheerende Folgen haben. Mitunter kann der Freiberufler seinen Beruf nicht mehr ausüben. Daher sollte jeder, der freiberuflich tätig ist, unbedingt eine Teil-oder Vollkaskoversicherung abschließen.

Was ist eine Teilkaskoversicherung?

Wer auch Schäden am eigenen Auto mit einer entsprechenden Versicherung absichern will, sollte mindestens eine Teilkaskoversicherung abschließen. Allerdings erfasst die Teilkasko nur solche Schäden am eigenen Auto die der Fahrer selbst verursacht hat. Wird das Motorrad zum Beispiel durch ein Tier oder Unwetter beschädigt, gibt es keinen Schadenverursacher, der haftbar gemacht werden könnte.

 

Welche Leistung bietet eine Teilkaskoversicherung?

Die Teilkaskoversicherung beinhaltet das Leistungspaket der normalen Haftpflichtversicherung. Zusätzlich werden von der Teilkaskoversicherung im Rahmen einer Autoversicherung noch weitere Kosten übernommen. Dazu zählen:

  • Sturm, Hagel, Blitzschlag,und Überschwemmung als auch Erdrutsch und Erdsenkung werden von einer guten Versicherung als Naturgewalten Unwetterschäden erfasst
    Schäden durch Explosionen oder Brand
  • Unfälle mit Haarwild wie Wildschwein und Reh. Dazu zählen aber nicht Tiere wie Kühe und Pferde. Daher sollte vor
    unbedingt geprüft werden, ob der Versicherungsschutz der Teilkaskoversicherung als erweiterter Wildschutz auch Tiere aller Art berücksichtigt
  • Schadensfälle die durch einen Diebstahl entstanden sind
  • Glasbruch zum Beispiel an den Scheinwerfern
  • Schäden, die durch einen Kurzschluss entstehen. Dabei sollte die Versicherung auch Folgeschäden am Motor
    und sonstigen Autoteilen regulieren
  • Sogenannte Marderschäden

 

Wer zahlt die Anwaltskosten bei einem eventuellen Rechtsstreit vor Gericht?

Natürlich ist es im Interesse der Versicherung die zu ersetzende Schadenssumme so gering wie möglich zu halten. Daher versuchen sie zumindest ungerechtfertigt erscheinende Schadensansprüchen Dritter gegen den Versicherten, notfalls auch vor Gericht, abzuwehren. Das beinhaltet auch die Kosten eines Anwalts.

Insbesondere bei einer freiberuflichen Tätigkeit kann es schnell zu einem kostenintensiven Rechtsstreit kommen. Daher ist der Abschluss einer Rechtsschutzversicherung für Freiberufler sinnvoll.

 

Was beinhaltet das Leistungspaket einer Vollkaskoversicherung?

Der Versicherungsschutz einer Vollkaskoversicherung ist noch etwas umfangreicher als bei einer Teilkaskoversicherung. Generell bietet die Vollkaskoversicherung alle Leistungen der Teilkaskoversicherung. Allerdings reguliert die Vollkaskoversicherung auch Schäden, die der Versicherungsnehmer an seinem Fahrzeug selbst verursacht hat. Zudem sind auch sogenannte Vandalismusschäden mitversichert.

Es kommt es häufig vor, dass Fahrer einen Schaden an einem anderen Auto verursachen und Unfallflucht begehen. In vielen Fällen können die flüchtigen Unfallverursacher nicht ermittelt werden. Der geschädigte Autobesitzer muss dann die so entstandenen Kosten selbst bezahlen, es sei denn es besteht eine Vollkaskoversicherung, die den Unfallschaden reguliert.

Wann lohnt sich der Abschluss einer Vollkaskoversicherung?

Eine Vollkaskoversicherung sollte immer bei einem Neuwagen abgeschlossen werden, der mehr als 15.000 Euro gekostet hat. Viele Freiberufler lassen sich ihr Auto fremdfinanzieren oder leasen das Fahrzeug. Experten empfehlen hier auch bei günstigeren Fahrzeugen eine Vollkaskoversicherung abzuschließen, um den Werterhalt zu sichern.

Versicherungsnehmer sollten darauf achten, dass in der Versicherungspolice der Verzicht auf Einwand grober Fahrlässigkeit vermerkt ist. Fehlt diese Klausel, kann die Versicherung in bestimmten Fällen wegen Fahrlässigkeit die Versicherungsleistung kürzen oder sogar komplett verweigern.Schon das Überfahren einer roten Ampel kann von einer Versicherung durchaus als grobe Fahrlässigkeit im Straßenverkehr ausgelegt werden.

Werden Schäden unter Alkoholeinfluss von der Vollkaskoversicherung anerkannt?

Keine Autoversicherung erkannt Schäden am Fahrzeug an, die unter Einfluss von unter Alkohol oder Drogen verursacht wurden.

 

Wie wird die Versicherungsprämie einer Autoversicherung für Freiberufler berechnet?

Tipp: Vergleichen Sie KFZ-Versicherungen online. Auf diese Weise lassen sich schnell und unverbindlich die besten Tarife finden.

Bei der Berechnung der Versicherungsprämien spielt insbesondere die sogenannte Risikobewertung eine Rolle.

Was ist unter dem Begriff Risikobewertung zu verstehen?

Die Höhe der Versicherungsprämien richtet sich unter anderem nach den sogenannten Risikomerkmalen. Das bedeutet, die Versicherungsgesellschaft versucht zu analysieren, wie hoch die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls bei dem Antragsteller ist. Dabei werden bestimmte Faktoren wie das Alter als auch die Erfahrung des Autofahrers zur Ermittlung der Versicherungsbeiträge herangezogen. Je jünger und unerfahrener der Fahrer beziehungsweise der künftige Versicherungsnehmer ist, desto teurer sind die Beiträge der Kfz-Versicherung. Aber auch der Familienstand und der Beruf des Versicherungsnehmers spielen bei der Prämienberechnung eine bedeutende Rolle.

Viele Versicherungsgeber gewähren Personen bestimmter Berufsstände, insbesondere denen der Freiberufler wie zum Beispiel Ärzte, hinsichtlich der Betragszahlungen einen Rabatt.

Gibt es Möglichkeiten die Beiträge zu senken?

Die Betragskosten für eine Teilkasko- beziehungsweise Vollkaskoversicherung lassen sich generell durch eine vereinbarte Selbstbeteiligung zum Teil erheblich reduzieren. Das bedeutet, dass sich m Schadensfall der Versicherte mit einem bestimmten finanziellen Eigenanteil an der Schadensregulierung des Unfalls beteiligt. Dabei handelt es sich meist um Selbstbeteiligungen in Höhe von etwa 150 Euro bis 1.000 Euro. Je höher die Selbstbeteiligung ist, desto niedriger sind die Versicherungsprämien.

 

Wann greift die Autoversicherung im Fall einer Selbstbeteiligung ?

Die Autoversicherung tritt erst dann in die Schadensregulierung ein, wenn der Schaden den Betrag der Selbstbeteiligung überschreitet. Danach wird die Restsumme von der Versicherung übernommen.

Insbesondere als Freiberufler lohnt es sich nach Sondertarifen fragen, die für Angehörige bestimmter Berufsgruppen, sowie Ehepartnern oder Lebensgefährten angeboten werden.

 

Spielen die gefahrenen Kilometer bei der Beitragsberechnung eine Rolle?

Natürlich sind die Kilometer, die voraussichtlich mit dem Auto ins besondere als Freiberufler voraussichtlich gefahren werden, ein entscheidender Faktor bei der Prämienberechnung. Nach einer Faustformel der Versicherungsgesellschaften wächst die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls proportional mit der Fahrleistung. Daher richtet sich die Höhe der Betrage nach der zu erwartenden Kilometerleistung.

 

Welche Bedeutung haben Schadensfreiheitsklassen?

Wer jahrelang als Freiberufler unfallfrei mit dem Auto unterwegs ist, der wird beim Abschluss einer Autoversicherung mit Schadensfreiheitsrabatten belohnt. Fahrer werden von den Versicherungen in Schadensfreiheitsklassen, eingestuft. Je höher die SF-Klasse ist, umso geringer ist die Versicherungsprämie.

TIPP: Manchmal ist es besser bei einem Unfall die Regulierung des Schadens selbst zu regeln, anstatt der Versicherung zu überlassen. Häufig sind die Kosten, die durch die Hochstufung der Versicherungsbeiträge aufgrund des Unfalls entstehen höher als die der Schadensregulierung in Eigenregie.

 

Was sollten Freiberufler vor dem Abschluss einer Autoversicherung beachten?

Wer als Freiberufler eine günstige aber doch Leistungsstarke Autoversicherung sucht, sollte zunächst im Internet mit einem der kostenlosen der kostenlosen Beitragsrechner den voraussichtlichen Versicherungsbeitrag berechnen. Zudem sollten auf jeden Fall mittels eines Online-Vergleichsportals die Leistungsangebote der verschiedenen Versicherer mit einander verglichen werden. Nur so können Freiberufler die günstigste Autoversicherung mit dem umfangreichsten Leistungspaket ermitteln.