Leistungen der Rechtsschutzversicherung

Die Rechtsschutzversicherung kommt für verschiedene Kosten auf, was den Versicherten davor bewahrt, einen finanziellen Ruin zu erleben. Dies kann sich sowohl auf private wie auch auf berufliche Streitigkeiten beziehen. BEratungs- und Gerichtskosten sind nur zwei Beispiele für Kosten, die durch die Rechtsschutzversicherung getragen werden.

Die Rechtsschutzversicherung übernimmt viele Kosten, jedoch bei weitem nicht alle. Welche das genau sind, wird im Folgenden erklärt:

 

Welche Kosten übernimmt die Rechtsschutzversicherung?

Übernommen werden durch die Rechtsschutzversicherung zum Beispiel die Kosten für einen Anwalt. Dabei geht es nicht nur um die Vertretung vor Gericht, sondern auch um die gesamte Vorarbeit und auch um die Beratung. Es muss nicht immer ein Gerichtsverfahren sein, auch schon eine einfache Beratung wird vom Anwalt in der Regel nicht umsonst durchgeführt. Die Kosten dafür trägt – sofern es sich um einen Versicherungsfall handelt – die Rechtsschutzversicherung.

Übernommen werden des Weiteren Gerichtskosten, aber auch Kosten für ein Schieds- oder Mediationsverfahren. Kosten für die Erstellung eines Gutachtens oder für die Aussage eines Sachverständigen werden ebenfalls durch die Rechtsschutzversicherung übernommen, sofern diese durch das Gericht beauftragt wurden.

Kautionen werden durch die Rechtsschutzversicherung gewährt, sie müssen allerdings zurückgezahlt werden. Hierbei handelt es sich um ein zinsloses Darlehen. Auch Strafvollstreckungskosten werden durch die Rechtsschutzversicherung übernommen.

 

Welche Kosten übernimmt die Rechtsschutzversicherung nicht?

Wenn der Anwalt mit seinem Mandanten ein Honorar frei vereinbart und dies übersteigt die reguläre Höhe der Rechtsanwaltshonorare, so muss der Versicherte die Kosten dafür selbst übernehmen. Das heißt, wenn mehr als 190 Euro für die Beratungsstunde fällig werden, so muss der Mehrbetrag durch den Versicherten bezahlt werden.
Wer sich als Anwalt selbst verteidigt, kann in der Regel auch keine Kostenerstattung von Seiten der Rechtsschutzversicherung erwarten.

Wer einen privaten Sachverständigen beauftragt und dies ohne Rücksprache oder Auftrag mit dem Gericht tut, muss die Kosten dafür selbst tragen, die Rechtsschutzversicherung kommt in dem Falle nicht für die Kosten auf.
Wird ein Vergleich geschlossen, so übernimmt die Rechtsschutzversicherung in der Regel die Kosten dafür nicht, zumindest dann nicht, wenn es um einen materiell-rechtlichen Kostenanspruch geht.
Erklärt sich der Versicherte dazu bereit, Kosten zu übernehmen, zu denen eigentlich Dritte verpflichtet wären, so muss er diese ebenfalls selbst übernehmen. Die Rechtsschutzversicherung kommt nicht für Kosten auf, die sich aufgrund der freiwilligen Verpflichtung zur Zahlung durch den Versicherten ergeben haben.