Leistungsausschlüsse bei der privaten Krankenversicherung

Leistungsausschlüsse sind ein Mittel in der privaten Krankenversicherung, mit dessen Hilfe eine Begrenzung des Risikos erreicht werden soll.

Damit wird der Versicherungsumfang allerdings für das Mitglied vermindert und das teilweise zu einem recht erheblichen Maß.

Die Pflicht zur Leistungserbringung wird daher teilweise auch völlig ausgeschlossen.

Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Versicherungsfälle durch Kriegsereignisse verursacht werden und nicht ausdrücklich in die Versicherung mit aufgenommen wurden.

Auch vorsätzlich herbeigeführte Unfälle oder Erkrankungen zählen nicht zum Leistungsumfang in der privaten Krankenversicherung.

Entziehungskur ist nicht in den PKV-Leistungen enthaltenen

Entziehungskuren und andere Maßnahmen zur Entziehung werden ebenfalls nicht in die Leistung aufgenommen. Zudem können bestimmte Behandlungen oder Behandler ausgeschlossen werden.

Allerdings ist das nur aus wichtigem Grund möglich, denn generell sind alle Ärzte, Zahnärzte und Heilpraktiker in die Leistung einbezogen.

Es gibt eine so genannte Schwarze Liste, auf der die Behandler zu finden sind, deren Leistungen nicht vergütet werden.

Reha-Maßnahmen sind ebenfalls ausgeschlossen

Sieht der gewählte Tarif nichts anderes vor, so werden zudem Reha-Maßnahmen der gesetzlichen Träger für die Rehabilitation ausgeschlossen sowie Kur- und Sanatoriumsbehandlungen.

Eine ambulante Heilbehandlung muss ebenfalls nicht zu den üblichen Leistungen zählen und kann vom Versicherer ausgeschlossen werden. Hierzu zählt auch der Aufenthalt in einem Heil- oder Kurbad.
Allerdings gibt es dabei Ausnahmen.

Hat der Versicherte seinen ständigen Wohnsitz im Kurort, so können die entsprechenden Leistungen übernommen werden. Auch in dem Falle, wenn eine Behandlung wegen Unfall oder Krankheit nötig ist und diese unabhängig von einem Aufenthalt im Heil- oder Kurbad durchgeführt werden muss, werden die Kosten getragen.

Ausgeschlossen sind des Weiteren die Behandlungen durch Kinder, Eltern oder Ehegatten. Hier werden allerdings die Sachkosten, die durch einen Beleg nachgewiesen werden können, erstattet.

Tritt eine Pflegebedürftigkeit ein oder die Notwendigkeit zur Verwahrung, dann tritt die private Krankenversicherung ebenfalls nicht in Leistung.

Dies gilt auch, wenn ein Unfall oder eine Erkrankung eintritt, die auf den Genuss von Alkohol zurückzuführen ist.

Begibt sich der Versicherte ins Ausland und erkrankt dort oder hat einen Unfall, dann leistet die Versicherung nichts.

Hierfür muss eine eigene Auslandskrankenversicherung abgeschlossen werden, die meist bei dem gleichen Anbieter in Anspruch genommen werden kann, bei dem auch die normale Krankenversicherung besteht.