Pflegeversicherung

Wichtig ist zunächst einmal festzustellen, dass es auch für Freiberufler eine Versicherungspflicht gibt.

Entscheidend hierfür ist nicht die Art wie ein Beruf ausgeübt wird, sondern, ob er verkammert ist oder nicht.
Als Angestellter kann man sich von der Versicherungspflicht befreien lassen, was die Verpflichtung zur Gesetzlichen Rentenversicherung angeht.

Allerdings haben sich die Regelungen zur Versicherungspflicht mit der Verabschiedung des Gesetzes zur Versicherung in einer GKV oder PKV 2007 grundlegend geändert.

Für alle Personen besteht eine Krankenversicherungspflicht seit 2009.

Mit der Krankenversicherung sollte grundsätzlich zum eigenen Schutz und zur eigenen Absicherung eine Pflegeversicherung einhergehen.

Als freiwillig Versicherte zahlen Selbständige in der GKV 1,95% für die Pflegeversicherung. Dennoch muss der gesamte Betrag selbständig finanziert werden. Arbeitgeber Zuschüsse etc. sind nicht zu erwarten. Möchte man nun lieber in einer privaten Pflegeversicherung versichert sein, muss man eine Entlassung aus der gesetzlichen Versicherungspflicht stellen.

Hierzu sollte man sich Zeit lassen, denn ein Widerruf ist nicht so einfach möglich. Obendrein hängen die Beiträge in der privaten Pflegeversicherung vom Gesundheitszustand ab und nicht vom Einkommen wie bei der gesetzlichen Pflegeversicherung.

Bei der Beitragsrechnung kommen als Belastung das Geschlecht und das Alter hinzu.

Wer sich also frühzeitig für eine Pflegeversicherung entschließt, spart viel Geld, weil die höheren Zahlungen der Versicherung, die im Alter evtl. notwendig werden, durch Rücklagenbildungen aufgefangen werden.

Daneben hat aber jeder die Möglichkeit, die Versicherung durch eine private Pflegezusatzversicherung aufzuwerten oder zu erweitern. Gesetzliche Leistungen erfüllen im Regelfall nicht den benötigten Bedarf.

Die Leistungen der Pflegeversicherung bestehen darin, im Pflegefall die anfallenden Kosten zu erstatten, die von der gesetzlichen Pflegeversicherung eben nun gerade nicht gedeckt werden.

Die Pflegeversicherung kann auch um eine Pflegetagegeldversicherung erweitert werden, weil im Normalfall nur bei Pflegestufe III die Pflegeversicherung für alles aufkommt.

Mit der Pflegetagegeldversicherung aber kann man Kosten für Pflegepersonal z.B. auffangen. Gleichgültig für welche Art der Zusatzversicherung man sich entscheiden mag.

Fest steht, dass die Leistungen der gesetzlichen Versicherungen eben nur den Basisbedarf decken, während die Leistungen der privaten Pflegeversicherungen besser sind.

In jedem Fall sollte man dennoch die Beratung und Vergleichsrechner im Internet nutzen, damit nicht zusätzliche Leistungen teuer erkauft werden. Denn der Vorteil, die Freiheit zur Entscheidung zu haben, wie und wo man sich versichern möchte, kann sonst sehr schnell ins Gegenteil umschwenken.

Sie haben die Wahl zwischen der Pflegerentenversicherung, der Pflegetagegeldversicherung und der Pflegekostenversicherung.

Letzterer vor allem unterscheidet sich dadurch, dass sie nicht pauschal leistet, sondern sich tarifabhängig an den entstandenen Kosten beteiligt.