Rechtsschutz für freie Berufe

Angehörige der freien Berufe müssen sich gerade zu Beginn ihrer Berufszeit oft einschränken, was Ausgaben angeht.

Doch es ist auch wichtig, dass sie gegen Rechtsstreitigkeiten abgesichert sind.

Denn ein Rechtsstreit kann im Ernstfall die gesamte berufliche Existenz kosten. Es gibt inzwischen eigene Rechtsschutzversicherungen für die freien Berufe, mit besonderen Konditionen und Deckungshöhen.

Gerade Freiberufler, die einen ständigen Kundenkontakt haben, laufen immer wieder Gefahr, dass sie in Streitigkeiten geraten.

Die Rechtsschutzversicherung übernimmt die Kosten für die Beratung durch den Anwalt sowie für die Vertretung des Versicherten vor Gericht und für die Gerichtskosten.

Auch die gegnerischen Kosten werden übernommen, sofern das Gericht eine diesbezügliche Entscheidung getroffen hat.

 

 Wer ist versichert?

Wer eine so genannte Firmen-Rechtsschutzversicherung abschließt, sichert sich selbst als Person des Unternehmers ab, aber auch sein Unternehmen.

Nun ist ein Freiberufler häufig allein tätig und so wird kein Unternehmen in dem Sinne abgesichert, sondern der Schutz erstreckt sich dann auf eventuelle Mitarbeiter, sofern diese mit einbezogen werden und die Rechtsschutzversicherung entsprechend abgeschlossen wurde.

Wer sich als Privatperson in einer kompakten Privat-, Berufs- und Verkehrsrechtsschutz-Versicherung absichern lässt, der kann auch seinen Ehe- oder Lebenspartner mit in die Versicherung aufnehmen sowie die minderjährigen Kinder oder Kinder unter 25 Jahren, sofern diese noch kein eigenes Einkommen haben.

Oft ist es möglich, die bereits bestehende private Rechtsschutzversicherung auf den beruflichen Bereich auszuweiten, was meist mit einer günstigeren Prämie verbunden ist.

 

Welche Leistungen können versichert werden?

In der Rechtsschutzversicherung für die freien Berufe können verschiedene Leistungen versichert werden, wobei sich hier ein recht umfassender Schutz ergibt. Folgende Leistungen sind versichert:

 

 

  • Arbeits-Rechtsschutz
  • Schadensersatz-Rechtsschutz
  • Rechtsschutz im Vertrags- und Sachenrecht
  • Steuer-Rechtsschutz vor Gerichten
  • Sozialgerichts-Rechtsschutz
  • Verwaltungs-Rechtsschutz in Verkehrssachen
  • Verwaltungs-Rechtsschutz vor Gerichten
  • Disziplinar- und Standes-Rechtsschutz

 

Wichtig ist bei Abschluss des Versicherungsvertrags darauf zu achten, dass eine ausreichende Deckungshöhe vereinbart wird.

Dies bewirkt, dass der jeweilige Rechtsstreit auch wirklich ausreichend getragen werden kann.

Wenn die Kosten für einen solchen Streit nämlich die Deckungshöhe übersteigen, muss der Versicherte für die Differenz selbst aufkommen.

Günstig ist hier eine Deckungshöhe von einer Million Euro pro Schadensfall.