Risikoprüfung der privaten Krankenversicherung

Die Risikoprüfung ist einer der wichtigsten Vorgänge bei der Überprüfung eines Antrags des Freiberuflers auf Aufnahme in die private Krankenversicherung.

Mit Hilfe dieser Prüfung wird festgestellt, ob der Antragsteller in den gewünschten Tarif aufgenommen werden kann oder ob er nur unter Auflagen überhaupt in die Krankenversicherung aufgenommen wird.

Da Kontrahierungszwang besteht, kann es vor allem in der Pflegeversicherung zu Risikoaufschlägen kommen, wenn ein erhöhtes Risiko festgestellt wird.

Vor allem die Gesundheitsfragen sind hier maßgeblich.

Teilweise werden aber nicht nur die Auskünfte des Antragstellers berücksichtigt, sondern zudem Befunde und Einschätzungen behandelnder Ärzte gefordert.

Unterschieden wird in objektive und in subjektive Risikomerkmale


Zu den objektiven Merkmalen

Die objektiven Risikomerkmale werden in die äußeren und in die inneren Faktoren unterteilt.

Zu den äußeren Faktoren zählen das Geschlecht, das Alter, der Familienstand, der Wohnort oder auch das Klima.

Die inneren Risikomerkmale werden durch das Erscheinungsbild, durch die Konstitution, durch die Erblichkeit, durch die Krankenvorgeschichte, durch den augenblicklichen Zustand sowie durch die so genannte Krankheitsbereitschaft dargestellt.

Bewertet wird das objektive Risiko durch Fragen, die der Risikoprüfer stellt, durch Risikotabellen oder durch Expertensysteme. Hinzugezogen wird außerdem die Kölner Systematik. Dies ist eine Statistik über verschiedene Krankheiten und deren Dauer.

Damit kann eingeschätzt werden, ob und wie lange jemand ausfallen kann und wie hoch das Risiko für die Versicherung ist, wenn sie einen Freiberufler als Antragsteller aufnehmen, der die eine oder andere Krankheit bereits hatte oder hat.

Schließlich werden dadurch Kosten für die Versicherung verursacht.