Sparen durch Splitten des Vertrages

Die Anhebung des gesetzlichen Rentenalters hat bewirkt, dass jetzt zu einer Verlängerung der Berufsunfähigkeitsversicherungsverträge um zwei Jahre geraten wird.

Das Endalter soll also auf 67 Jahre angehoben werden.
Nun gibt es das natürlich nicht umsonst und bei einigen Anbietern müssen Sie dafür bis zu 15 Prozent mehr bezahlen – kein Pappenstiel.

Es gibt aber eine Möglichkeit, hier Geld zu sparen und zwar durch das Splitten des Vertrags.

Beispiel einer Splittung der Berufsunfähigkeitsversicherung

Dafür werden unterschiedliche Laufzeiten vereinbart.Angenommen, die vereinbarte Rente beträgt 2000 Euro monatlich, so können Sie durch das Splitting zwei Verträge erhalten, die jeder mit einer Rente von 1000 Euro aufwarten.

Ein Vertrag geht vielleicht bis zum 60. Lebensjahr, der andere noch die restlichen sieben Jahre bis zum Eintritt in das gesetzliche Rentenalter.

Vergleicht man nun die fälligen Prämien mit dem komplett bis zum 67. Lebensjahr geführten Vertrag, so spart man damit erheblich an Prämien ein.

Die Sache hat aber auch – natürlich – einen Haken. Wer die oben genannten Laufzeiten gewählt hat und zum Beispiel mit 44 Jahren berufsunfähig wird, bekommt nun noch 16 Jahre lang 2000 Euro Rente, dann aber in den restlichen sieben Jahren nur 1000 Euro.

Wenn Sie von Vornherein wissen, dass Ihre Ausgaben im Alter geringer werden, kann das eine Alternative sein.
Ansonsten werden Sie die fehlenden 1000 Euro empfindlich treffen. Vielleicht können Sie auch Ersparnisse so einsetzen, dass sie dann die fehlenden 1000 Euro abfangen.

Es gibt noch eine andere Variante: Sie legen die Risikodauer bis zum 60. Lebensjahr und vereinbaren eine Leistungszeit bis zum 67. Lebensjahr. Damit wird das Risiko der finanziellen Einbußen gemindert, allerdings ist auch die mögliche Ersparnis nicht mehr so groß.

Verträge zur Berufsunfähigkeitsrente bei derselben Versicherung abschließen

Wichtig ist in jedem Fall, dass Sie die Verträge bei ein und derselben Versicherung abschließen.


Das ist natürlich kein Muss, vereinfacht die Sache aber erheblich. Denn wenn Sie bei zwei Gesellschaften Verträge abschließen, kann es Ihnen auch passieren, dass Sie zur Durchsetzung der Rentenansprüche gegen zwei Anbieter vor Gericht ziehen müssen.

Von Verbraucherschützern wird das Splitting nicht uneingeschränkt empfohlen, es birgt einfach zu große Risiken. Angeraten wird, die Lücke bis zum 67. Lebensjahr zu schließen und die halbe Rente nicht zu riskieren.