Steuer-Rechtsschutz

Die Steuer-Rechtsschutzversicherung ist für jeden Freiberufler sinnvoll, der sich gegen die Kosten aus Streitigkeiten absichern möchte, die sich aufgrund steuerrechtlicher Dinge ergeben können.

Wenn ein Versicherungsfall eintritt, kann die Versicherung angerufen werden. Diese entscheidet dann, ob sie die Kosten dafür trägt und ob es sich tatsächlich um einen Versicherungsfall handelt.

Ist das der Fall, dann kann ein Berater genannt werden, sofern der Versicherte selbst keinen Anwalt oder Steuerberater zur Seite hat.

Dieser Berater kann dann über die weitere Vorgehensweise informieren. Kosten fallen dafür meist noch gar nicht an und oft wird der Anwalt auch nicht weiter tätig, als nur in seiner beratenden Funktion.

Für den Fall eines Verfahrens kann er aber in Anspruch genommen werden oder verweist auf einen Kollegen in der Nähe des Versicherten, der sich des Falles annimmt.

Wer und was ist versichert?

In der Steuer-Rechtsschutzversicherung kann sich der Freiberufler selbst versichern, auch sein Ehe- oder Lebenspartner kann den Versicherungsschutz in Anspruch nehmen.

Die minderjährigen Kinder sind ebenfalls mit abgesichert, möglich ist zudem das Versichern von volljährigen Kindern unter 25 Jahren, sofern diese noch bei den Eltern wohnen und über kein eigenes Einkommen aus einer auf Dauer angelegten Erwerbstätigkeit verfügen.

Versichert sind zum Beispiel Streitfälle mit dem Finanzamt, weil Werbungskosten nicht anerkannt wurden oder Steuerbescheid anders ausgefallen ist, als vermutet.

Auch das Verfahren vor dem Finanzgericht ist versichert, die Steuer-Rechtsschutzversicherung übernimmt die Kosten für den Rechtsbeistand sowie die Verfahrenskosten für den Versicherten.

Ausschlaggebend für ein Tätigwerden der Versicherung ist hier nicht die Aussicht auf Erfolg, sondern lediglich das Vorliegen des Versicherungsfalles.

Vorgehen im Streitfall mit dem Finanzamt

Man nehme einmal an, der Freiberufler hat seinen jährlichen Steuerbescheid zugestellt bekommen.

Darin wurden aber die Werbungskosten nicht in der Höhe berücksichtigt, wie er sie angegeben hat.

Da er sich rechtlich auf der sicheren Seite weiß, legt er Einspruch gegen den Bescheid ein.

Hier wird meist ein Anwalt noch nicht tätig, lediglich der Steuerberater. Nun wird ein erneuter Bescheid herausgeschickt mit einem Ergebnis, das für den Versicherten immer noch nicht zufriedenstellend ist.

Er reicht Klage beim Finanzgericht ein, welches dann ein abschließendes Urteil spricht.

Die Steuer-Rechtsschutzversicherung übernimmt die Kosten für den Rechtsbeistand und für das gesamte Verfahren, beim Unterliegen auch für den Gegner, sofern das Finanzgericht die Kostenübernahme bestimmt hat.