Versicherung kündigen

Die Kündigung von Versicherungsverträgen ist eine Möglichkeit, den Versicherungsanbieter zu wechseln.
Dabei wird in die ordentliche und die außerordentliche Kündigung unterschieden.

In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Versicherer sind die Regelungen für die jeweilige Kündigungsmöglichkeit genannt.

So werden Fristen erwähnt, die bei der Absendung des Kündigungsschreibens eingehalten werden müssen und es steht auch darin, ob die jeweilige Versicherung überhaupt zu jedem Zeitpunkt gekündigt werden kann.

Denn es gibt einige Versicherungen, bei denen ist die Kündigung erst nach einer gewissen Laufzeit möglich, wie etwa bei der privaten Krankenversicherung.

Die Mitgliedschaft hier darf frühestens nach 18 Monaten wieder gekündigt werden.

Diese Regelung haben auch gesetzliche Versicherungen, die private Zusatzversicherungen anbieten, aufgenommen.

Wer mit dem Gedanken spielt, den Versicherer zu wechseln, sollte sich vor der Kündigung beim alten Anbieter über den neuen Vertrag sicher sein, ihn im besten Fall schon unterschrieben haben.

Einen Sonderfall bildet dabei die Wohngebäudeversicherung, wenn auf dem versicherten Gebäude ein Kredit lastet.

Soll der Versicherungsanbieter gewechselt werden, so ist das Einverständnis dazu vom Kreditgeber einzuholen. In der Regel hat dieser aber nichts dagegen einzuwenden.

 

Kündigung von Kapital-Lebensversicherung

Gut überlegt werden will die Kündigung von Kapitallebensversicherung.
Dabei ist mit einem Verlust zu rechnen.

Denn der Wert, den die Versicherung zu dem Kündigungszeitpunkt theoretisch hätte, wenn sie bei dem gleichen Anbieter weitergeführt wird, wird im Allgemeinen nicht ausgezahlt.
Es ist daher mit Verlusten zu rechnen, die gegen den Gewinn eines günstigeren Beitrages bei einem anderen Anbieter gegen gerechnet werden müssen.

Auch Altersvorsorgeverträge sollten nicht ohne weiteres gekündigt werden, denn auch hier besteht die Gefahr des finanziellen Verlusts. Der Versicherte tritt mit höherem Alter beim neuen Versicherer in die Absicherung ein, was zu höheren Beiträgen führt.

Die Versicherungsrechte werden für viele Versicherte immer erst dann interessant, wenn es erste Probleme gibt.

Etwa, weil die Versicherung gar nicht oder nicht in der gewünschten Höhe für einen Schaden aufkommen will. Eine außergerichtliche Streitbeilegung ist nicht selten die Folge.