Wartezeiten bei der privaten Krankenversicherung

In der privaten Krankenversicherung gibt es bestimmte Wartezeiten. Diese bezeichnen den Zeitraum zwischen dem Abschluss des Vertrags oder der Änderung des Tarifs und der Möglichkeit, Leistungen in Anspruch zu nehmen.

Das heißt, der Termin, an dem der Versicherungsschutz beginnt, kann erst nach dem Ablauf er Wartezeit beginnen. Unterschieden werden muss in die Allgemeine und in die Besondere Wartezeit.

Die Allgemeine Wartezeit

In der Krankheitskosten- und Krankhaustagegeldversicherung besteht die Allgemeine Wartezeit für drei Monate.

Die Besondere Wartezeit

Für die Bereiche Psychotherapie, Zahnersatz, Zahnbehandlung, Kieferorthopädie und Entbindung werden acht Monate als Wartezeit angesetzt.

Für die Pflegeversicherung werden fünf Jahre als Wartezeit angesetzt

Teilweise kann die Wartezeit aber auch wegfallen. Macht ein Unfall eine ärztliche Behandlung unumgänglich, dann wird auf die Wartezeit verzichtet. Bei der Ehegattenmitversicherung kann die Wartezeit ebenfalls entfallen. Für Kinder, die direkt nach der Geburt versichert werden sollen, ist ebenfalls keine Wartezeit vonnöten.

Wartezeitenerlass

Erwähnt sei an dieser Stelle der Wartezeitenerlass, der für ärztliche Untersuchungen gilt.

Der Sinn der Wartezeit liegt darin, dass ein Vertrag nicht erst geschlossen werden soll, wenn der entsprechende Versicherungsfall bereits eingetreten ist. Der Versicherte könnte in dem Fall alle Leistungen in Anspruch nehmen und hätte bis dahin aber keine Beiträge zahlen müssen.

Wenn während der Wartezeit, die auch als Karenzzeit bezeichnet wird, ein Versicherungsfall eintritt und dieser über die maximale Dauer der Wartezeit anhält, dann muss der Versicherer in Leistung gehen.

Wer Kinder in die private Krankenversicherung aufnehmen möchte, muss selbst bereits seit mindestens drei Monaten bei dem betreffenden Versicherer angemeldet sein.

Eine Risikoprüfung wird für die Kinder nicht vorgenommen. Der Leistungsanspruch für ein neugeborenes Kind besteht ab Eintritt in die Versicherung.

Die einzelnen Versicherer handhaben die Wartezeiten allerdings unterschiedlich. So gibt es Anbieter, die gänzlich auf Wartezeiten verzichten.

Einige Versicherer bieten den Verzicht auf die Wartezeit für den Fall an, dass ein ärztliches Attest beigebracht wird.

Damit wird die Gesundheit des Antragstellers bescheinigt und die Versicherung kann davon ausgehen, nicht sofort in Leistung gehen zu müssen.

Allerdings ist dies noch eher die Ausnahme, in den meisten Fällen wird eine Wartezeit vereinbart. Versicherungsfälle, die in dieser Zeit auftreten, müssen vom Antragsteller selbst getragen werden

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